Ratgeber

Bei Google besser gefunden werden: Checkliste für lokale Firmen

Wer die Sichtbarkeit bei Google erhöhen will, braucht keinen Trick, sondern viele saubere kleine Schritte. Hier ist die Reihenfolge, in der ich bei lokalen Firmen in Dresden vorgehe, und was Sie davon selbst erledigen können.

Stand: 28.09.2026 · Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV

Erst messen: Search Console und Unternehmensprofil-Statistik

Bevor ich an einer Website etwas ändere, schaue ich nach, wo sie steht. Dafür gibt es zwei kostenlose Werkzeuge von Google: die Search Console für die Website und den Bereich „Leistung“ im Unternehmensprofil. Ohne diese Zahlen raten Sie nur.

Ein schneller erster Test geht ohne Konto: Geben Sie bei Google site:ihre-domain.de ein. Erscheinen Ergebnisse, ist die Website im Index. Erscheint nichts oder nur die Startseite, liegt das Problem meist in der Technik, nicht im Text.

Leistungsbericht der Search Console lesen

Der Leistungsbericht zeigt vier Werte: Klicks, Impressionen, Klickrate (CTR) und durchschnittliche Position. Eine Impression heißt nur, dass Ihre Seite in den Ergebnissen auftauchte. Aufschlussreich ist die Aufteilung nach Suchanfragen und Seiten.

Viele Impressionen ohne Klicks lassen sich meist so deuten:

  • Position schlechter als 10: Sie stehen auf Seite 2 oder weiter hinten. Wenige Klicks sind dort normal. Hier hilft mehr Inhalt zum Thema, nicht ein neuer Title.
  • Gute Position, niedrige Klickrate: Title und Description überzeugen nicht, oder die Seite passt nicht zu dem, was die Leute eigentlich suchen.
  • Unpassende Suchanfragen: Die Seite wird für Begriffe angezeigt, die mit Ihrem Angebot wenig zu tun haben.

Statistik im Unternehmensprofil

Im Unternehmensprofil finden Sie unter „Leistung“ unter anderem Aufrufe, Suchanfragen, Anrufe, Wegbeschreibungen und Websiteklicks. Notieren Sie sich die Werte eines Monats, bevor Sie etwas ändern. Nur so sehen Sie später, ob sich etwas bewegt hat.

Google-Unternehmensprofil vollständig pflegen

Für Suchanfragen mit Ortsbezug zeigt Google oft zuerst die Karte mit einigen Unternehmen. Laut Google-Hilfe hängt die Auswahl dort hauptsächlich von Relevanz, Entfernung und Bekanntheit ab. Google schreibt dort auch ausdrücklich, dass sich ein besseres lokales Ranking nicht kaufen lässt.

  • Bestätigen: Ein bestätigtes Profil wird laut Google mit größerer Wahrscheinlichkeit angezeigt. Das ist deshalb der erste Schritt.
  • Name: genau so, wie Ihr Unternehmen auf Schild und Briefpapier heißt. Zusätze wie „Muster Elektro – Elektriker Dresden günstig“ verstoßen gegen die Richtlinien für Unternehmensprofile und können zur Sperrung führen.
  • Kategorien: eine präzise Hauptkategorie und nur wenige weitere. Google empfiehlt ausdrücklich so wenige Kategorien wie möglich.
  • Dienstleistungen: jede Leistung einzeln eintragen, gern mit kurzer Beschreibung.
  • Öffnungszeiten und Einzugsgebiet: aktuell halten, Feiertage und Betriebsurlaub als besondere Öffnungszeiten eintragen. Wer beim Kunden arbeitet, legt ein Einzugsgebiet fest.
  • Fotos: echte Bilder von Ihnen, Ihrem Team, Fahrzeug, Werkstatt oder Arbeitsergebnissen. Keine Stockfotos.
  • Beiträge: gelegentlich ein Hinweis auf eine neue Leistung, eine Aktion oder geänderte Zeiten. Kein Pflichtprogramm, aber ein Zeichen, dass das Profil gepflegt wird.

Bewertungen ehrlich einholen

Bewertungen fließen laut Google in die Bekanntheit ein, und sie entscheiden oft, wen ein Kunde anruft. Bitten Sie zufriedene und weniger zufriedene Kunden gleichermaßen nach einem abgeschlossenen Auftrag um eine Bewertung, etwa mit einem Link in der Rechnungs-E-Mail. Antworten Sie auf jede Bewertung sachlich, auch auf Kritik.

Hinweis: Gekaufte Bewertungen, Rabatte oder Geschenke gegen eine Rezension und das gezielte Einsammeln nur positiver Stimmen verbieten die Google-Richtlinien zu gefälschten Beiträgen. Erlaubt ist, Kunden um eine ehrliche Bewertung ihrer tatsächlichen Erfahrung zu bitten.

Jede Leistung eine eigene Seite, mit eigenem Title und eigener Description

Eine Startseite, auf der alles steht, rankt selten für einzelne Leistungen. Wenn Sie etwa Heizungsbau, Badsanierung und Wartung anbieten, braucht jede dieser Leistungen eine eigene Unterseite mit eigenem Schwerpunkt. So kann Google für „Badsanierung Dresden“ genau die passende Seite zeigen, und die Seiten machen sich nicht gegenseitig Konkurrenz.

Jede Seite bekommt einen eigenen title und eine eigene Meta-Description. Google nennt für beide kein festes Zeichenlimit, kürzt aber je nach Bildschirmbreite. Als Faustregel halte ich Titles bei etwa 50 bis 60 Zeichen und Descriptions bei etwa 120 bis 155 Zeichen.

  • Title: Leistung vorn, Ort dazu, wo er für den Kunden zählt, Firmenname hinten. Ein Begriff einmal genügt.
  • Description: Was bekommt der Kunde, für wen, zu welchen Bedingungen? Ein konkreter Nutzen oder ein Preis „ab“ bringt mehr als eine Aufzählung von Suchbegriffen.
  • Überschrift und Einstieg: Die H1 und die ersten Sätze sagen klar, worum es geht.

Google baut das Snippet oft selbst aus dem Seitentext. Eine gute Description lohnt sich trotzdem, weil Google sie verwendet, wenn sie die Seite treffender beschreibt.

Inhalte, die Fragen beantworten

Kunden suchen selten nur nach einem Stichwort. Sie wollen wissen, was etwas kostet, wie lange es dauert, ob Sie in ihren Stadtteil kommen und was sie vorbereiten müssen. Genau diese Fragen gehören auf die Leistungsseiten. Google beschreibt das in seinem Leitfaden zu hilfreichen, nutzerorientierten Inhalten: Texte sollen Menschen weiterhelfen, nicht einer Suchmaschine gefallen.

Gute Quellen für solche Fragen haben Sie bereits: die Suchanfragen aus der Search Console, Fragen am Telefon und die E-Mails, die Sie immer wieder ähnlich beantworten.

Keine Brückenseiten für Nachbarorte

Ein beliebter Fehler sind zwanzig fast gleiche Seiten nach dem Muster „Leistung + Ortsname“, bei denen nur der Ort ausgetauscht ist. Google führt so etwas in den Spamrichtlinien als Missbrauch von Brückenseiten, ebenso Textblöcke mit aneinandergereihten Städtenamen. Besser ist eine ehrliche Seite zum Einsatzgebiet mit echten Angaben zu Anfahrt und Kosten, so wie ich es auf meiner Seite zum Einsatzgebiet gelöst habe. Eine eigene Ortsseite lohnt sich nur, wenn Sie dort wirklich etwas anderes zu sagen haben.

Was Sie getrost ignorieren können

  • Keyword-Dichte: Es gibt keinen richtigen Prozentwert. Laut SEO-Startleitfaden ermüdet ständige Wiederholung die Leser und verstößt gegen die Spamrichtlinien.
  • Meta-Keywords: Die Google-Suche verwendet dieses Meta-Tag nicht.
  • Feste Wortzahl: Google hat nach eigener Aussage keine bevorzugte Textlänge. Ein Text ist lang genug, wenn er die Frage beantwortet.
  • FAQ nur für Rich Snippets: Aufklappbare FAQ-Ergebnisse zeigt Google seit August 2023 nur noch für bekannte Behörden- und Gesundheitswebsites regelmäßig an. Ein FAQ-Bereich ist für Ihre Besucher trotzdem sinnvoll, zusätzliche Klicks in der Suche bringt das Markup aber kaum.

Technik: Ladezeit, mobil, Indexierung, Sitemap

Diese Punkte prüfe ich bei jeder Bestandsaufnahme:

  • Indexierung: Der Bericht „Seitenindexierung“ in der Search Console zeigt, welche Seiten im Index sind und warum andere fehlen, etwa wegen noindex, Weiterleitungen oder 404-Fehlern. Einzelne Seiten prüfen Sie mit dem URL-Prüftool und können dort „Indexierung beantragen“. Nach einem Relaunch ist ein vergessenes noindex einer der häufigsten Gründe für verschwundene Seiten.
  • Mobil: Google verwendet für Indexierung und Ranking die mobile Version Ihrer Seite. Was auf dem Handy fehlt, zählt also nicht.
  • Ladezeit und Core Web Vitals: Google nennt als gute Werte einen LCP bis 2,5 Sekunden, einen INP unter 200 Millisekunden und einen CLS unter 0,1 (Core Web Vitals). Messen lässt sich das mit PageSpeed Insights und im gleichnamigen Bericht der Search Console. Gute Werte sind eine Grundlage, aber kein Ersatz für passenden Inhalt.
  • Sitemap: Bei kleinen, gut verlinkten Websites mit bis zu etwa 500 Seiten ist eine Sitemap laut Google nicht zwingend. Sie schadet aber nicht und ist in der Search Console schnell eingereicht.
  • HTTPS und Weiterleitungen: Jede Seite sollte unter genau einer Adresse erreichbar sein, alte Adressen leiten dauerhaft auf die neuen weiter.

Bindet Ihnen ein älteres System oder ein Baukasten hier die Hände, kann ein Neubau einfacher sein. Was dabei möglich ist, beschreibe ich unter Webseiten in Dresden.

Einheitliche Firmendaten: Name, Adresse, Telefon

Ihre Firma steht an vielen Stellen: auf der Website, im Unternehmensprofil, in Branchenverzeichnissen, bei Kammern und Verbänden, in anderen Kartendiensten und in sozialen Netzwerken. Wenn dort drei verschiedene Telefonnummern oder noch die Adresse vom alten Standort stehen, landen Anrufe im Leeren und Kunden stehen vor der falschen Tür.

  • Legen Sie eine verbindliche Schreibweise für Firmenname, Adresse und Telefonnummer fest und verwenden Sie sie überall gleich.
  • Impressum, Kontaktseite, Fußzeile und Unternehmensprofil müssen übereinstimmen.
  • Suchen Sie einmal nach Ihrem Firmennamen und Ihrer alten Telefonnummer und korrigieren Sie veraltete Einträge. Doppelte Einträge lassen Sie zusammenführen oder löschen.

Viele Einträge in beliebigen Verzeichnissen bringen dagegen wenig. Wichtiger sind wenige, korrekte Einträge an Stellen, an denen Ihre Kunden tatsächlich suchen.

Was Sie selbst schaffen und wann Hilfe sinnvoll ist

Vieles auf dieser Liste können Sie selbst erledigen: Unternehmensprofil vervollständigen, Fotos hochladen, auf Bewertungen antworten, Firmendaten abgleichen und Fragen Ihrer Kunden in Texte gießen. Das kostet vor allem Zeit.

Schwieriger wird es bei Indexierungsfehlern, Ladezeit, Weiterleitungen nach einem Relaunch oder wenn Sie nicht wissen, welche Seite für welchen Begriff zuständig sein soll. Hier helfe ich:

  • Unternehmensprofil: Ich richte Ihr Google-Unternehmensprofil ein und pflege es auf Wunsch weiter, abgerechnet zum Stundensatz.
  • SEO-Audit ab 149 €: Bestandsaufnahme mit Search Console, PageSpeed Insights und Crawler-Bericht, danach ein priorisierter Maßnahmen-Plan in verständlicher Sprache. Mehr dazu auf meiner Seite zu SEO in Dresden.
  • Umsetzung: technische Korrekturen, Titles, Descriptions und Textarbeit zum Stundensatz von 74,99 € inkl. MwSt., im Viertelstundentakt. Alle Preise finden Sie unter Preise.

Ohne Agenturvertrag und ohne Mindestlaufzeit. Ein bestimmtes Ranking sage ich nicht zu. Google selbst schreibt, dass niemand eine Platzierung an erster Stelle zusagen kann. Geschuldet ist saubere, nachvollziehbare Arbeit. Womit Sie bei SEO allgemein rechnen sollten und woran Sie unseriöse Angebote erkennen, steht im Ratgeber Was kostet SEO?. Wenn Sie neben der Website auch Rechner, Netzwerk und E-Mail betreut haben möchten, lesen Sie den Ratgeber zur IT-Betreuung für kleine Firmen.

Zeitrahmen realistisch einschätzen

Google schreibt im SEO-Startleitfaden, dass manche Änderungen innerhalb weniger Stunden berücksichtigt werden, andere erst nach mehreren Monaten. Aus meiner Arbeit sieht der Ablauf ungefähr so aus:

  1. Erste Wochen: Messen, Unternehmensprofil vervollständigen, Firmendaten abgleichen, grobe technische Fehler beheben. Änderungen am Profil erscheinen in der Regel nach einer Prüfung durch Google.
  2. Erster Monat: Titles und Descriptions überarbeiten, fehlende Leistungsseiten anlegen. Geänderte Titles erscheinen erst, wenn Google die Seite erneut abgerufen hat.
  3. Zwei bis vier Monate: In diesem Zeitraum bewegen sich Positionen und Impressionen meist spürbar. Vergleichen Sie mit den Werten, die Sie am Anfang notiert haben.
  4. Danach: Bewertungen sammeln sich, Inhalte werden ergänzt. Das ist Pflege ohne Enddatum, keine einmalige Kampagne.

Wer Ihnen in wenigen Tagen die erste Seite verspricht, verkauft Ihnen etwas anderes als Suchmaschinenoptimierung.

Checkliste: 12 Punkte zum Abhaken

Die Einschätzung von Aufwand und Wirkung ist ein Richtwert für eine typische kleine Firmenwebsite. Bei Ihnen kann die Reihenfolge anders aussehen.

PunktAufwandWirkungSelbst machbar?
Search Console einrichten, Ausgangswerte notierengeringGrundlage für allesja
site:-Abfrage und Bericht „Seitenindexierung“ prüfengeringhoch, wenn Seiten fehlenja, Behebung oft mit Hilfe
Unternehmensprofil bestätigen und vollständig ausfüllengering bis mittelhoch für lokale Suchenja
Kategorien und Dienstleistungen im Profil prüfengeringmittelja
Echte Fotos hochladen, gelegentlich Beiträgegeringmittelja
Kunden nach jedem Auftrag um eine Bewertung bitten, alle beantwortenlaufend geringhoch auf Dauerja
Name, Adresse, Telefon überall abgleichenmittelmittelja
Eigene Seite je Leistung anlegenmittel bis hochhochteilweise
Eigenen Title und eigene Description je Seitegeringmittel, vor allem für die Klickrateja
Kundenfragen auf den Leistungsseiten beantwortenmittelhochja
Mobile Darstellung und Core Web Vitals prüfengering bis hochmittelMessen ja, Beheben oft mit Hilfe
Sitemap einreichen, Weiterleitungen prüfengeringgering bis mittelja

Wenn Sie wissen möchten, welche dieser Punkte bei Ihrer Website am meisten bringen, schreiben Sie mir über die Kontaktseite. Ich schaue mir Ihre Seite und Ihr Profil an und sage Ihnen, womit Sie anfangen sollten.

Häufige Fragen

FAQ.

Steht Ihre Frage nicht dabei, erreichen Sie mich per Mail, Telefon oder WhatsApp.

Brauche ich für ein Google-Unternehmensprofil eine eigene Website?

Nein, ein Unternehmensprofil lässt sich auch ohne Website anlegen. Eine eigene Website gibt Ihnen aber Platz, Leistungen, Preise und Einsatzgebiet ausführlich zu erklären, und Sie können sie im Profil verlinken.

Kann ich ein Unternehmensprofil anlegen, wenn ich kein Ladengeschäft habe?

Ja. Für Dienstleister, die beim Kunden arbeiten, sieht Google ein Profil für den Unternehmensstandort mit festgelegtem Einzugsgebiet vor. Welche Angaben dabei öffentlich erscheinen, stimme ich bei der Einrichtung mit Ihnen ab.

Was mache ich mit einer unfairen oder offensichtlich gefälschten Bewertung?

Antworten Sie ruhig und sachlich, denn andere Leser sehen Ihre Antwort. Verstößt die Rezension gegen Googles Richtlinien, können Sie sie bei Google melden; ob sie entfernt wird, entscheidet Google.

Muss ich regelmäßig neue Texte veröffentlichen, damit Google mich weiter anzeigt?

Nein, eine feste Veröffentlichungsfrequenz gibt es nicht. Wichtiger ist, dass Leistungen, Preise und Zeiten stimmen und Sie Seiten ergänzen, wenn Kunden neue Fragen stellen.

Verbessert eine Google-Ads-Anzeige mein normales Ranking?

Nein. Anzeigen und unbezahlte Suchergebnisse sind getrennt, und Google schreibt ausdrücklich, dass sich ein besseres lokales Ranking nicht gegen Bezahlung einfordern lässt. Anzeigen können sinnvoll sein, ersetzen aber keine gepflegte Website und kein gepflegtes Profil.

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